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SGV

Ein Büroumbau beginnt normalerweise mit einer Mulde. Bei der Solothurnischen Gebäudeversicherung wurde die alte Innenausstattung stattdessen demontiert, sortiert und palettiert — und danach zum Material für das neue Interior. Kein Rückbau, sondern eine Inventur. Was als Abbruch galt, trägt heute die Räume.

Ein Korridor, auf beiden Seiten von raumhohen Schrankfronten begrenzt, grauer Teppich, Kunstlicht. Bei einem Umbau dieser Grössenordnung ist die Reihenfolge üblicherweise festgelegt: ausräumen, entsorgen, neu bestellen.

Bei der Solothurnischen Gebäudeversicherung wurde sie umgedreht. Bevor etwas bestellt wurde, kam die Inventur. Die bestehende Innenausstattung wurde vollständig demontiert, sortiert und palettiert — nicht als Abbruchmaterial, sondern als Lager.

Aus diesem Lager entstanden die neuen Möbel. Der geschlossene Gang wurde geöffnet und in eine Folge von Zonen gegliedert: Sitznischen, Lounge-Inseln, Stehtische, Orte für konzentriertes Arbeiten und für Gespräche. Wo vorher Schrankwände die Orientierung übernahmen, tun es heute Farbflächen und Möbelvolumen.

Entscheidend ist, was dieser Weg verschiebt. Der Wert des Bestands wird nicht am Ende abgeschrieben, sondern am Anfang erfasst. Und das Resultat sieht nicht nach Wiederverwendung aus — genau darin liegt der Punkt. Circular Design muss sich nicht als Verzicht zu erkennen geben.

Für die SGV ist ein Interior entstanden, das neue Arbeitsformen trägt. Und ein Projekt, das die Ausgangsfrage ersetzt: nicht, was ersetzt werden muss, sondern was bereits da ist.

Datum:

Material:

2025

Rückgebaute Innenausstattung, Wertstoffe aus dem Gebäude

Kunde:

Solothurnische Gebäudeversicherung

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